Wie ich
zu der wurde,
die ich heute bin
Hey, ich bin Nicole
Hundetrainerin, Autorin, Human Design Analytikerin – und emotionale Projektorin mit dem Profil 4/6.
Ich sehe oft sehr früh, wo etwas nicht zusammenpasst. Wo ein Hund anders betrachtet werden darf. Wo ein Mensch versucht, nach einer Methode zu arbeiten, die ihm eigentlich nicht entspricht. Oder wo zwischen beiden etwas geschieht, das sich mit dem sichtbaren Verhalten allein nicht erklären lässt.
Meine Stärke liegt im genauen Hinsehen. Ich erkenne Muster, Verbindungen und feine Veränderungen – beim Hund, beim Menschen und in dem Raum, der entsteht, wenn beide aufeinandertreffen.
Dabei geht es mir nicht darum, dir zu sagen, wie du sein oder arbeiten sollst. Mich interessiert vielmehr: Wer steht da eigentlich vor mir? Was bringt dieser Hund mit? Was nimmt der Mensch an seiner Seite wahr? Und was verändert sich, wenn wir nicht sofort nach der nächsten Lösung suchen, sondern zunächst genauer hinsehen?
Genau dort beginnt meine Arbeit.
Angefangen hat alles mit einem jagenden Hund
Meine erste Hündin Luna habe ich häufiger am Horizont gesehen als an meiner Seite.
Sie war wild, frei und ziemlich klar in dem, was sie wollte. Ich dagegen suchte nach Kontrolle, nach Regeln und nach einer Methode, die mir Sicherheit geben sollte. Doch je mehr ich versuchte, ihr Verhalten zu kontrollieren, desto deutlicher wurde mir: Hier geht es um mehr als Rückruf, Stoppsignal und Gehorsam.
Ich wollte verstehen, was sie wahrnahm, was sie draußen bewegte und warum sie in bestimmten Situationen ansprechbar war und in anderen scheinbar in einer ganz eigenen Welt verschwand.
Also begann ich, genauer hinzuschauen.
Ich wurde Jägerin, absolvierte meine Jagdprüfung und beschäftigte mich intensiv mit Wild, Lebensräumen, Spuren und den feinen Veränderungen, die draußen oft lange vor dem sichtbaren Jagdverhalten stattfinden.
Denn das Wild ist meist schon da, bevor wir Menschen überhaupt etwas bemerken. Der Hund hat längst Witterung aufgenommen, Geräusche eingeordnet oder eine Bewegung am Waldrand wahrgenommen. Sein Körper erzählt bereits eine ganze Geschichte – wenn wir gelernt haben, sie zu lesen.
Diese Erkenntnis hat meine Arbeit mit jagdlich motivierten Hunden bis heute geprägt.
Ich beobachte, bevor ich einordne
Im Hundetraining wird häufig zuerst gefragt, was wir üben müssen, welche Methode helfen könnte oder wie wir ein bestimmtes Verhalten in den Griff bekommen.
Meine Arbeit beginnt früher.
Ich schaue zunächst darauf, was der Hund bereits zeigt. Mich interessiert, was sich verändert hat, bevor sein Verhalten für uns unübersehbar wurde. Ich beobachte, was er wahrnimmt, wie der Mensch darauf reagiert und an welcher Stelle beide den gemeinsamen Faden verlieren.
Deshalb arbeite ich schon lange nicht mehr nur an dem Moment, in dem ein Hund losrennt, nicht mehr ansprechbar ist oder sichtbar jagt. Mich interessiert der Punkt davor: der Moment, in dem sich sein Blick verändert, die Nase den Wind prüft oder der Körper eine andere Spannung bekommt. Der Moment, in dem aus einem gemeinsamen Spaziergang langsam zwei unterschiedliche Geschichten werden.
Wenn wir lernen, diesen Moment zu erkennen, müssen wir nicht erst eingreifen, wenn das Entscheidende längst passiert ist. Dann kann Training zu einem Gespräch werden.
Ich sehe nicht mehr als der Hund.
Aber ich habe gelernt, genauer hinzusehen als viele Menschen.
Mein Projektorinnenblick
Schon lange bevor ich wusste, dass ich Projektorin bin, habe ich Menschen, Hunde und Situationen auf diese Weise wahrgenommen.
Ich konnte häufig erkennen, wo etwas nicht stimmig war, obwohl ich es noch nicht sofort erklären konnte. Ich sah Zusammenhänge, entdeckte wiederkehrende Muster und spürte, wenn eine Methode fachlich richtig sein mochte, aber für diesen Menschen, diesen Hund oder diesen Moment trotzdem nicht passte.
Human Design hat mir dafür eine Sprache gegeben.
Als Projektorin richtet sich meine Aufmerksamkeit ganz natürlich auf mein Gegenüber. Ich nehme wahr, wie Menschen arbeiten, wo sie sich anpassen, was sie erschöpft und welche Fähigkeiten sie selbst für selbstverständlich halten.
Auch im Hundetraining schaue ich nicht nur auf ein einzelnes Verhalten. Ich sehe den Hund, den Menschen, die Umgebung und die Dynamik, die zwischen ihnen entsteht.
Mein Profil 4/6 verbindet dabei zwei Seiten, die meine Arbeit sehr prägen: die Beziehung zu Menschen und das Lernen aus gelebter Erfahrung.
Gleichzeitig muss ich nicht auf alles sofort eine Antwort haben. Als emotional definierte Projektorin brauche auch ich Zeit, damit sich Wahrnehmungen setzen und Klarheit entstehen kann.
Mein Projektorinnenblick erkennt Zusammenhänge. Meine emotionale Autorität erinnert mich daran, nicht jede Erkenntnis sofort zu einer Entscheidung zu machen.
Human Design hat nichts Neues aus mir gemacht
Human Design hat mir nicht gesagt, wer ich werden soll. Es hat mir gezeigt, warum ich vieles schon immer auf meine eigene Art gemacht habe.
Plötzlich verstand ich besser, warum Tiefe für mich wichtiger ist als Tempo, weshalb ich Zeit brauche, bevor eine Entscheidung wirklich klar wird, und warum ich nicht dafür gemacht bin, pausenlos zu produzieren und zu funktionieren.
Ich erkannte auch, dass meine Stärke nicht darin liegt, Menschen möglichst viele fertige Antworten zu geben. Ich stelle vielmehr Fragen, die einen anderen Blick ermöglichen. Ich bringe Ordnung in Gedanken, die sich nicht mehr sortieren lassen, und erkenne häufig den roten Faden in all dem Wissen, den Erfahrungen und Ideen, die längst vorhanden sind.
Human Design macht für mich das Unsichtbare nicht zur absoluten Wahrheit. Es gibt uns eine Landkarte, mit der wir genauer hinschauen und im wirklichen Leben überprüfen können: Erkenne ich mich darin? Erlebe ich das tatsächlich so? Und was verändert sich, wenn ich beginne, meiner eigenen Art wieder mehr zu vertrauen?
Der Mensch, der Hund und das Dazwischen
Mit der Zeit wurde mir klar, dass mich nie nur der Hund interessiert hat – und auch nie nur der Mensch.
Mich interessiert das Zusammenspiel.
Ein Hund lebt nicht losgelöst von seinem Menschen. Ein Mensch arbeitet nicht losgelöst von seinen Erfahrungen, Erwartungen und seiner eigenen Art, die Welt wahrzunehmen. Beide bringen etwas mit, beide beeinflussen einander und zwischen ihnen entsteht ein gemeinsamer Raum, der mehr ist als die Summe seiner Teile.
Human Design richtet meinen Blick auf den Menschen: auf seine Wahrnehmung, seine Entscheidungen und seine Art, mit der eigenen Energie und mit anderen umzugehen.
Mammalian Design eröffnet eine zusätzliche Perspektive auf den Hund, seine individuelle Anlage und seine Art, mit seiner Umwelt in Kontakt zu gehen.
Besonders spannend ist für mich jedoch das Dazwischen. Was geschieht, wenn genau dieser Mensch und genau dieser Hund aufeinandertreffen? Wo ergänzen sie sich, was verstärken sie gegenseitig und wo entstehen Missverständnisse oder Druck?
Human und Mammalian Design ersetzen für mich weder Beobachtung noch Lerntheorie, Trainingswissen oder eine fundierte Verhaltensanalyse. Sie sind zusätzliche Ferngläser in einem ohnehin schon gut gefüllten Rucksack. Ich kann sie herausholen, wenn ich noch einmal anders hinschauen möchte.
Was heute in meiner Arbeit zusammenkommt
Heute verbinde ich meine langjährige Erfahrung als Hundetrainerin mit meinem Wissen über jagdlich motivierte Hunde, der Jagdpraxis, der Naturbeobachtung und der Begleitung von Hundetrainer.
Hinzu kommen Human Design für den Menschen, Mammalian Design für den Hund und mein Blick auf das, was zwischen beiden geschieht.
Das mögen auf den ersten Blick unterschiedliche Bereiche sein. Für mich folgen sie alle derselben Spur:
Wer bist du, wenn du nicht länger versuchst, in fremden Gummistiefeln zu laufen?
Und wer ist dein Hund, wenn du ihn nicht nur danach beurteilst, ob sein Verhalten gerade in deinen Alltag passt?
Ich begleite Menschen, die nicht noch mehr allgemeine Antworten sammeln möchten, sondern genauer hinschauen wollen. Menschen, die ihre eigene Art zu arbeiten wiederfinden, ihren Hund nicht nur verändern, sondern wirklich verstehen und dem vertrauen möchten, was sie längst wahrnehmen.
Meine Wahrnehmung steht nicht allein
Meine Wahrnehmung ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Aber sie steht nicht für sich allein.
Sie verbindet sich mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit Hunden, fundiertem Wissen über Hundeverhalten und Jagdverhalten sowie meiner Ausbildung im Human Design.
Ich arbeite nicht nach einer starren Schablone und verspreche keine allgemeingültige Lösung. Ich schaue hin, stelle Fragen und verbinde das, was ich wahrnehme, mit fachlichem Wissen, Erfahrung und dem wirklichen Leben.
Denn Veränderung beginnt für mich nicht dort, wo wir möglichst schnell etwas korrigieren.
Sie beginnt dort, wo wir erkennen, was tatsächlich vor uns steht.
Veröffentlichungen
Mit der Zeit begann ich, meine Erfahrungen und Gedanken aufzuschreiben – zunächst für meine Kund und später für alle, die Hunde und ihr Verhalten genauer verstehen möchten.
So entstanden meine Bücher „Rufst du noch? Coaching für Menschen mit jagenden Hunden“, erschienen im Kosmos Verlag, und „111 Dinge über Hunde, die man wissen muss“, an dem ich als Co-Autorin für den Emons Verlag mitgewirkt habe.
Auch in meinen Büchern geht es nicht nur darum, was wir mit einem Hund machen können. Es geht um den Blick dahinter: Was erzählt uns sein Verhalten? Was nehmen wir vielleicht noch nicht wahr? Und was verändert sich, wenn wir beginnen, anders hinzusehen?
Waldige Grüße
Nicole Lützenkirchen
Fortbildungen
Ich bin dankbar für die wunderbaren Referenten deren Seminare und Workshops ich besuchen durfte und die mich an ihrem Wissen haben wachsen lassen.
Neben diesen Abschlüssen prägen mich all die Menschen, Hunde und Begegnungen, die meinen Weg begleitet haben. Denn Wissen entsteht nicht nur in Ausbildungen. Es entsteht auch draußen: in einem Blick, in einer Spur oder in einem Hund, der uns zeigt, dass unser bisheriger Weg nicht seiner ist.
Und manchmal in der Erkenntnis, dass wir nicht noch mehr lernen müssen. Sondern uns erlauben dürfen, dem zu vertrauen, was wir längst wahrnehmen.
Seit März 2015 bin ich
Zertifizierte Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK
Sachkundig gemäß Paragraph 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f des Tierschutzgesetzes /Amtsvet. Leverkusen
Human Design Ausbildung
Mai 2024
Abschluß der Grundlagenausbildung (IHDS)
Oktober 2025
Abschluß der Analytikerausbildung PLT1 (IHDS)