… und warum genau diese unsere größte Stärke sein können!
Es sind einzelnen Momente die jetzt im Rückblick ein klares Bild für mich schaffen:
Eine kurze WhatsApp-Nachrichtenhier, eine kurze Sprachnachrichten über den Insta-Messenger, ein paar Nachfragen zwischendurch.

Immer wieder ging es um Technik.
Online-Kurse. Plattformen. Einstellungen.
„Welchen Knopf muss ich drücken, damit das funktioniert?“
„Hier ist noch irgendwo ein Haken nicht gesetzt – siehst du das?“
„Wie hast du das gelöst mit deinen Kursen?“
Und jedes Mal konnte ich ziemlich schnell antworten. Nicht unbedingt, weil ich mir dann stundenlang Gedanken gemacht hätte.
Sondern weil ich mit dem System, mit dem ich arbeite, sofort sehe, wo es hakt.
Für mich fühlte sich das total banal an. Kurz schauen. Antwort geben. Fertig.
Bis irgendwann eine Nachricht kam, die mich ließ:
„Du bist und bleibst für mich meine Technik-Fee.“
Im ersten Moment war ich ein wenig irritiert – und ehrlich gesagt auch ein bisschen amüsiert.
„Technik-Fee?“
Ich hab´ eher gedacht ich bin die „Waldfee“.
Draußen. Klar. Erdverbunden. Technik ist für mich Mittel zum Zweck, nicht Identität.
Und genau da habe ich etwas Spannendes gesehen. Denn während ich innerlich noch sortierte, warum sich diese Zuschreibung für mich so fremd anfühlte, wurde mir etwas klar:
Was uns leichtfällt, nehmen wir oft gar nicht als Qualität wahr.
Wenn Leichtigkeit für dich nicht sofort greifbar ist
Im Coaching, im Training, im Tierbusiness erlebe ich das immer wieder. Trainer:innen, die sagen:
- „Das ist doch nichts Besonderes.“
- „Das kann doch jeder.“
- „Da habe ich mir nie Gedanken drüber gemacht.“
Und genau das ist der Punkt.
Deine größten Qualitäten sind oft die, über die du nie nachdenken musst. Weil sie einfach da sind. Weil du sie lebst. Weil sie so selbstverständlich sind wie Atmen.
Das Problem daran:
👉 Was selbstverständlich ist, wird nicht benannt.
👉 Was nicht benannt wird, wird nicht wertgeschätzt.
👉 Und was nicht wertschätzt wird, verschwindet im Hintergrund.
Die blinden Flecken im eigenen Können
Gerade im Hundetraining und im Tierbusiness passiert etwas sehr Typisches:
Wir vergleichen uns.
Mit Methoden.
Mit Konzepten.
Mit Außenwirkung.
Und übersehen dabei, wie wir arbeiten.
Vielleicht bist du:
- diejenige, bei der Menschen plötzlich ruhig werden
- der Trainer, der Dinge klar strukturiert, ohne Druck
- diejenige, die Zusammenhänge erkennt, bevor andere sie aussprechen
- der Mensch, der Komplexes einfach erklären kann
- die, die merkt, wann etwas zu viel ist – für Hund und Mensch
Aber weil dir das leichtfällt, denkst du:
„Das ist doch normal.“
Nein.
Das ist es nicht.
Warum das Erkennen dieser Qualitäten so wichtig für dich sind
Im Hundetraining geht es längst nicht mehr nur um Technik.
Es geht um:
- Orientierung
- Sicherheit
- Beziehung
- Übersetzung zwischen Mensch und Hund
und darum, Räume zu halten, in denen Lernen überhaupt möglich wird
Viele Trainer:innen haben sich ihr Fachwissen hart erarbeitet.
Aber ihre eigentliche Wirksamkeit liegt woanders.
Nicht in der Methode. Sondern in der Art, wie sie:
- beobachten
- erklären
- begleiten
- Grenzen setzen
- Ruhe reinbringen
- Komplexität reduzieren
Und genau diese Dinge werden oft nicht als Talent gesehen – sondern als „so bin ich halt“.
Deine Superpower fühlt sich für dich unspektakulär an
Vielleicht ist das der entscheidende Gedanke:
Deine Superpower fühlt sich für dich nicht groß an –
sondern selbstverständlich.
Und genau deshalb brauchst du manchmal den Blick von außen.
Oder einen Moment der ehrlichen Reflexion.
Um das sichtbar zu machen, was längst da ist.
Was ist deine geheime Superpower – die du selbst kaum wahrnimmst?
Nicht die, für die du gelobt wirst. Sondern die, bei der andere sagen:
„Das fühlt sich bei dir irgendwie leichter an.“
Hier findest du 5 Reflexionsfragen, die dir auf die Spur helfen

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Vielleicht bist du keine Technik-Fee. Vielleicht bist du auch eine Waldfee.
Oder etwas ganz anderes. Aber was auch immer es ist:
Es lohnt sich, hinzusehen.
Um das zu würdigen, was du mit Leichtigkeit längst in dir trägst.
Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem du beginnst, deine eigene Art im Tierbusiness bewusster zu leben – statt dich an dem zu messen, was laut sichtbar ist.
Eine kleine Einordnung zum Schluss
Wenn ich das Ganze ins Human Design übersetze, muss ich ein bisschen schmunzeln.
Ich bin Projektorin – und Projektor:innen sind genau dafür da: Systeme, Strukturen und Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Für mich fühlt sich das völlig normal an. Nicht besonders. Nicht erwähnenswert. Es ist einfach da.
Wo du noch schauen kannst:
Im Human Design unterscheiden wir zwischen zwei Ebenen:
der Persönlichkeitsseite – das, was uns selbst sehr bewusst ist – und der Design-Seite – Qualitäten, die wir oft erst über das Außen kennenlernen.
Durch Rückmeldungen. Spiegelungen. Sätze wie diesen.
Und genau so lernen wir uns Stück für Stück kennen. Nicht allein im stillen Kämmerlein, sondern im Kontakt mit anderen.
Wenn du spürst, dass du deine eigenen Qualitäten tiefer verstehen möchtest – die offensichtlichen und die, die dir selbst noch gar nicht klar sind –
dann melde dich gerne bei mir. Manche Dinge müssen nicht lauter werden.
Nur bewusster.
Waldige Wald-Technik-Fee Grüße
Nicole


